Ein Konsortium aus über 65 Organisationen arbeitet im Rahmen des Trace4Value-Projekts gemeinsam an der Erprobung eines DPP-Systems (Digital Product Passport) für Textilien.
Diese Initiative geht dem Plan der EU voraus, bis 2030 DPPs für Textilien vorzuschreiben, mit dem Ziel, die nachhaltige Produktion zu fördern, den Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft zu erleichtern und Verbraucher zu befähigen, umweltbewusste Entscheidungen zu treffen. Das Projekt umfasst die Entwicklung eines gemeinsamen Protokolls für den Austausch von Produktdaten über Lieferketten hinweg, wobei digitale Träger zum Kennzeichnen von Kleidungsstücken verwendet werden und QR-Codes für Transparenz sorgen. Durch die Rückverfolgbarkeit von Rohstoffen bis hin zu Fertigprodukten sollen die Umweltbelastung reduziert, die Effizienz der Lieferkette verbessert und die Zusammenarbeit zwischen Herstellern, Einzelhändlern und Technologieanbietern gefördert werden.
Insgesamt bereitet die Initiative die Textilindustrie auf bevorstehende regulatorische Anforderungen vor, unterstützt die Einführung von Prinzipien der Kreislaufwirtschaft und fördert standardisierte Ansätze für Produkttransparenz und Nachhaltigkeit.
Der digitale Produktpass (DPP) für Textilien ist Teil der Verordnung über die umweltgerechte Gestaltung nachhaltiger Produkte (ESPR), die seit Juli 2024 in Kraft ist. Dieser Rechtsrahmen verpflichtet Unternehmen, die in der EU tätig sind, umfassende, produktspezifische Informationen bereitzustellen, darunter Angaben zur Umweltverträglichkeit, Materialzusammensetzung, Reparaturfähigkeit und Recyclingfähigkeit. Damit unterstützt der DPP die Umsetzung der EU-Strategie für nachhaltige und kreislauffähige Textilien und fördert die Transparenz und den lebenszyklusbasierten Datenaustausch entlang der gesamten Lieferkette.






